Mit einem Preis von rund 50 Euro stellt die MasterBox Lite 5 eine eher günstige Alternative auf dem Gehäusemarkt dar. Nichtsdestotrotz kann Cooler Master hier mit einigen Details punkten, die ich so nicht erwartet hätte. Neben den feinen Details ist das Gesamtbild des Gehäuses eindrucksvoll, aber trotzdem dezent.

Dezentes Äußeres

Fast vollkommen in schwarz gehalten kommt die MasterBox Lite 5 eher schlicht daher. Daran kann im ersten Moment auch das vollflächige Acrylfenster an der linken Seite nichts ändern, denn dieses ist dunkel abgetönt, dass es ohne durch LEDs illuminierte Komponenten im Inneren eher unscheinbar ist. An der Front bietet sich uns eine erste Auffälligkeit: Es ist kein Slot für optische Laufwerke mehr vorhanden. Damit geht Cooler Master einen neuen Weg, der allerdings abzusehen war. Ich selbst habe zwar noch einen DVD-Brenner, dieser wurde aber in den letzten 2 Jahren weder zum Lesen noch zum Schreiben genutzt. Van daher war die Entscheidung bei mir schnell gefällt: Das Ding kann weg!

Bei näherem Hinsehen fällt noch die feine Akzentuierung mit den Farbstreifen ober- und unterhalb der semi-transparenten Front auf, die der MasterBox Lite 5 eine zusätzliche optische Kante geben. Diese kann mit einer der beiden anderen mitgelieferten (in weiss oder schwarz) ausgetauscht werden. Wer es ganz individuell haben will und einen 3D-Drucker zu seiner Verfügung hat kann sich, wie bei Cooler Master mittlerweile üblich, auf der Produktseite eine 3D-Vorlage für die persönliche Anpassung herunterladen.

Und los geht die Bastelstunde

Ich habe für diesen Test meinen „alten“ Rechner aus seinem bisherigen Gehäuse in das MasterBox Lite 5 gebaut. Bei der Vorbereitung auf dieses Unterfangen sind mir drei Dinge ganz besonders positiv an der MasterBox aufgefallen. Erstens bietet es im geräumigen Innenraum – Mainboards bis zum ATX Standard finden hier ein Zuhause – eine Menge Raum für die Komponenten, nicht zuletzt wegen der fehlenden Slots für optische Laufwerke. Zweitens bietet es verhältnismäßig viel Platz auf der Rückseite, reichlich Ösen und Durchführungen in den Innenraum für ein geordnetes Kabelmanagement auf der Rückseite. Und zu guter Letzt gibt es ein kleines, aber interessantes Detail, dass mich wirklich überrascht hat: Jeder, der schonmal einen PC zusammengebaut hat kennt diese kleinen Abstandsschrauben für das Mainboard. Es war jedes mal ein Ärgerniss diese gerade und ohne schmerzende Finger in die Rückwand zu drehen. Cooler Master legt der MasterBox Lite 5 eine Schraubhilfe bei, die im Prinzip nichts anderes ist als ein Sechskantaufsatz mit Kreuzschlitz zum Schrauben auf der Rückseite, trotzdem hätte ich dieses kleine Teil sehr gerne schon vor 12 Jahren gehabt. Meine Fingerkuppen hätten es mir gedankt.

Nachdem nun also Mainboard (inklusive neuem CPU-Kühler Cooler Master Hyper 212 LED) im Case steckt habe ich mich an den Einbau der übrigen Teile und das Kabelmanagement gemacht. Alles lief wunderbar und ohne nennenswerte Probleme ab. Für das Kabelmanagement legt Cooler Master der MasterBox Lite 5 noch einige dünne Kabelbinder bei – danke dafür. Während des gesamten Prozesses sind mir nur 2 Dinge negativ aufgefallen. Zum einen bietet das Netzteil-Compartment wenig Raum für nachträgliche Korrekturen, denn der Platz dahinter ist sehr begrenzt. In meinem Fall hatte ich an dem modularen Netzteil ein Kabel zuviel angeschlossen und dieses ohne einen kompletten Ausbau des Netzteils wieder abzustöpseln war eine ganz schöne Fummelei. Zweitens gibt es so gut wie keine Entkopplung im gesamten Gehäuse. Für die Festplatten ist das in meinem Fall nicht ganz so kritisch, da ich schon vor längerer Zeit eigene Entkopplungsmaßnahmen getroffen habe, die Gehäuselüfter jedoch – ich habe 3 in der Front eingebaut – sind ohne eine Entkopplung relativ laut. Da muss man sich entweder selbst etwas einfallen lassen, oder einfach damit leben.

Mein Fazit

Jetzt ist der Rechner wieder komplett und ich kann mich ob des Seitenfensters an seinen inneren Werten erfreuen. Die grundlegende Verarbeitung ist wie gewohnt hervorragend. Keine hervorstehenden oder scharfen Kanten, sehr durchdachter Aufbau, saubere Lackierung und ein ansprechendes Design sprechen eindeutig für die MasterBox Lite 5. Die kleineren negativen Aspekte trüben den Gesamteindruck nicht zu sehr, sodass ich zu einem sehr guten Ergebnis komme.

Design // 95%
Verarbeitung // 85%
Handhabung // 85%
Preis-Leistung // 95%

UPDATE: Bilder meines Systems im neuen meisterlichen Gewand

Ich habe für alle Interessierten einmal meinen fertigen PC in den neuen Gehäuse fotografiert. Die MasterBox Lite 5 wirkt trotz der großen Sichtfenster sehr dezent. Das liegt vor allem daran, dass die tempered Glas Seite und Front nur wenig der internen Beleuchtung preisgeben. Gerade genug um eindrucksvoll zu sein und eben gerade so wenig, dass es nicht stört. Eine perfekte Balance sozusagen. Aber genug der Schwafelei. Hier die Bilder: